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Die Sparkasse stiftet zum 16. Mal den Gelsenkirchener Ehrenamtspreis

Dotiert ist er mit 6.000 Euro

Das sind die Ausgezeichneten 2022.

Sie haben anderen zu Bildungserfolgen verholfen, Perspektiven eröffnet und so zur Chancengerechtigkeit beigetragen: Dr. Abdulmoaid Al-Jaanabi und Wolfgang Kapschinski erhielten für ihren Einsatz den von der Sparkasse gestifteten Gelsenkirchener Ehrenamtspreis. Darüber hinaus wird das ehrenamtliche Engagement zur Förderung benachteiligter Kinder an der Grundschule Georgstraße gewürdigt.

Oberbürgermeisterin Karin Welge, Iris Schappert, Vorsitzende der Ehrenamtsagentur Gelsenkirchen, sowie Bernhard Lukas, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Gelsenkirchen, lobten das Engagement der Ausgezeichneten und überreichten im Hans-Sachs-Haus Urkunden und Skulpturen an die Preisträger.

Die Ankunft in einem fremden Land bedeutet für die Geflüchteten, sich in einer neuen Umgebung mit fremden Abläufen und Verhaltensweisen zurechtzufinden und eine neue Sprache lernen zu müssen. Insbesondere unbegleitete minderjährige Flüchtlinge fühlen sich oft allein gelassen und überfordert. Sie brauchen jemanden, der sie an die Hand nimmt und Perspektiven aufzeigt. Dr. Abdulmoaid Al-Jaanabi ist so ein Mensch, hieß es in der Laudatio am Montagabend, dem Tag des Ehrenamts. Seit der Flüchtlingswelle 2015 engagiert sich der gebürtige Iraker für diese gute Sache. Ein Vorzeigeprojekt ist die auf seine Initiative zurückzuführende Migrantenselbstorganisation „Hand in Hand“. Sie biete vieles, was Neuankömmlinge bräuchten: Alltags- und Integrationshilfen sowie viele Orientierungsangebote. Besonders am Herzen liegt Dr. Al-Jaanabi das Projekt „Sprache ohne Grenzen“, denn Sprache ist der Schlüssel zur erfolgreichen Integration. Bis zu 200 Kinder nutzen dieses Angebot regelmäßig. Sie erhalten wertvolle Nachhilfestunden, die ihnen Perspektiven eröffnen.

Vorbild ist alles – so könnte das Erfolgsrezept von Wolfgang Kapschinski bei seiner Bildungsarbeit lauten. Für die zahlreichen Kinder, die er in seiner zehnjährigen ehrenamtlichen Tätigkeit betreut hat, ist er in vielfacher Hinsicht Vorbild. Sein pädagogisches Talent entfaltete er seit 2012 in der OGS-Arbeit an verschiedenen Schulen und später als „Leihopa“ beim Kinderschutzbund. Während der Flüchtlingswelle 2015 engagierte er sich stark in der Einzelfallunterstützung der Flüchtlingsfamilien, denen er auch vermittelte, welche große Rolle Bildung für die Integration spielt.

Geehrt wurde darüber hinaus auch eine Frau, die an der Grundschule Georgstraße Schülern unermüdlich hilft, sie individuell fördert und ihnen bei allen Problemen zur Seite steht. Sie möchte aber lieber ungenannt bleiben und weiterhin im Stillen wirken. Ganz in ihrem Sinne fließt das Preisgeld in die ehrenamtliche Bildungsarbeit an der Grundschule Georgstraße.






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